Bayernliga -Meister 2011
derby_bild Vereinsgeschichte geschrieben - Meister Bayernliga 2011

Ein packendes und spannendes Finale erlebten am Samstag die Ringsportbegeisterten in der Unterölsbacher Sporthalle. Im Showdown mit dem direkten Verfolger, der Sportvereinigung Freising. sicherten sich die Schwarzachtaler mit einem hart erarbeiteten 23:17 Sieg unter tosendem Beifall der zahllosen Fans vorzeitig die Meisterschaft der Bayernliga 2011. Reserve verliert hauchdünn gegen Johannis.
 

Sechs mal gingen dabei die Akteure des Erfolgstrainers Thomas Rößner als Sieger von der Matte und schreiben damit Vereinsgeschichte.

Im dreißigsten Jubiläumsjahr der Ringerabteilung erkämpfte sich die homogene Staffel erstmals die Meisterschaft in der Ringer-Bayernliga und steigt damit nun direkt in die Bayerische Oberliga auf.
Darüber existieren nur noch die zweite und die erste Bundesliga.

Aber auch die Gäste aus der Domstadt hatten trotz der Niederlage Grund sich zu freuen. Nach jüngster Mitteilung des Ligenreferenten des Bayerischen Ringerverbandes steigen aufgrund des Rückzuges eines Bundesligisten wohl auch die Freisinger Ringer als Vizemeister mit in die Oberliga auf.

Der SCO kann sich nun entspannter auf das Derby am kommenden Samstag beim ASV Neumarkt konzentrieren. Mit 26:0 Punkten auf dem Konto kann nichts mehr passieren.

55 kg, GR: Ungeschlagen beendet Nikolay Dobrev seine Saison 2011. Dem Freisinger Christian Zacherl ließ er nicht den Hauch einer Chance, drehte diesen in der Bodenlage nach Belieben und beendete die Begegnung mit 20:2 Punkten als Technischer Überlegenheiitssieger.

120 kg, Freistil: Auch Tobias Nendel hatte keinerlei Schwierigkeiten mit seinem Kontrahenten Wolfgang Stork. Der Ölsbacher Hüne sammelte Punkt um Punkt und hatte eher Probleme damit, dem Freisinger den Rückwärtsgang heraus zu nehmen. Mit 17:0 Punkten siegte auch Nendel technisch überlegen.

60 kg, Freistil: Eine super Leistung legte Youngster Alexander Fröhlich an den Tag. Dem Freisinger Spitzenringer Kyrillos Poutakidis ließ er keine einzige Gelegenheit zu punkten, gelang mit technischen Raffinessen aber selbst zu drei Rundensiegen (1:0, 2:0 u. 6:0).

96 kg, GR: Gegen einen weitern Leistungsträger im Freisinger Team, EugenDirbach, musste Matthias Geitner wegen einer wieder aufgebrochenen Verletzung leider aufgeben.

66 kg, GR: Den wohl besten Kampf des Abendes, wenn nicht der gesamten Wettkampfrunde, zeigte Ölsbachs Hüseyin Biyikoglu. Mit Christopher Mayer stand dem SCO-Klassiker ein bislang unbesiegter Ringer gegenüber. Beide Ringer zeigten hervorragende Techniken auf höchstem Niveau, wobei es „Hüsi" jedoch hervorragend verstand seinem Gegner noch die unglaublichsten Wertungen abzunehmen. Am Ende siegte der Ölsbacher unter Beifallsstürmen mit 3:0, 3:4, 1:0 und 2:0.

84 kg B, Freistil: Seinen Erfolg vom letzten Kampftag konnte Matthias Stich leider nicht wiederholen. Der bundesligaerfahrene Freisinger Richard Schuböck war hierzu einfach eine Nummer zu stark. Nach einer ersten 0:5-Runde ging Stich im zweiten Durchgang auf die Schultern.

66 kg B, GR: Einen hervorragenden Fight lieferte erneut Martin Kölbl und bot einem der stärksten Freisinger Ringer, Ecevit Kilic, Paroli. Der technisch sehr versierte Oberbayer konnte sich zwar mit 3:5, 1:5 und 1:4 klar durchsetzen, jedoch gabe Kölbl letztlich nur eine Dreierwertung ab. 84 kg A, GR: Den erhofften Spitzenfight zwischen Ölsbachs Co-Trainer Sebastian Krieger und dem ungarischen Meisterringer Peter Kalman gab es leider nicht, da der Freisinger Spitzenmann wegen einer Verletzung nicht mit in Ölsbach antrat.

74 kg A, GR: Lokalmatador Jürgen Fürst konnte seine Revanche gegen Patrick Kratzer leider nicht umsetzen. In einem erbitterten Fight schenkten sich die zwei Ringer keinen Zentimeter. Der Oberbayer konnte sich glücklich mit 2:3 Runden durchsetzen.


74 kg B, Freistil: Dafür machte Kevin Hermann diesmal alles richtig. Gegen Freisings Simon Zaiska musste er sich in der Vorrunde noch eine Disqualifikation gefallen lassen. Mit seinen klasse Beinangriffen und cleveren Aktionen behielt der Ölsbacher Neuzugang diesmal aber mit 3:2 Rundensiegen verdient die Oberhand.


Frankenliga Männer: SCO II - SV Johannis 07 Nürnberg III

 

Eine denkbar knappe Niederlage musste am Samstag die Ringer-Reserve des SC Oberölsbach in der Frankenliga der Männer einstecken. Gegen die dritte Garnitur des Bundesligisten Johannis Nürnberg hielt die Ölsbacher Truppe die Partie lange Zeit offen, verlor jedoch mit der letzten Einzelbegegnung 16:17 gegen  die Franken. 

55 kg, GR: Ölsbachs Nachwuchstalent Niklas Siegling zeigte einen beherzten Fight gegen den Nürnberger Satar Hosseini  und konnte zunächst sogar zwei Rundensiege verbuchen. In der vierten Runde musste der SCO-Youngster jedoch nach einem Konter auf die Schultern. Da der Gast aber mit fast fünf Kilo Übergewicht antrat erntete Siegling dennoch die Punkte.

120 kg, Freistil: Einen verdienten Arbeitssieg holte sich Patrik Fanderl mit zahlreichen Beinangriffen gegen Maximilian Wieczorek (3:1, 2:1 u. 6:2). 60 kg, Freistil: Die körperliche Überlegenheit des Johannisser Berkann Berkil konnte Franz Braun nicht wett machen und verlor technisch unterlegen.

96 kg, GR: Null Probleme hatte Jörg Geitner mit dem Nürnberger Michael Neubauer. In nur 1.06 Minuten stand Geitner nach einem Kopfzug als Schultersieger fest.

66 kg A, GR: Einen der stärksten Gästeringer hatte David Sittel vor sich. Gegen Florian Wohlfahrt musste Sittel denn auch klar seine Niederlage einräumen (0:7, 0:6 u. 0:5).

84 kg, Freistil: Das gabe es auch beim SCO noch nicht. Zwei Brüder, die für unterschiedliche Vereine starten, standen hier auf der Matte. Den längeren Atem behielt allerdings Ölsbach Sebastian Clausnitzer, der seinen Bruder Johannes in einer fulminanten Aufholjagd 3:1 besiegen konnte.

74 kg A, Freistil: Gegen den deutlich erfahreneren Tobias Staudelmann hatte Ölsbachs Thomas Kleesattel das Nachsehen. Er verlor noch in der ersten Runde auf Schulter.

74 kg B, GR: Gegen den zweiten Wohlfahrt-Bruder Bastian zog auch Jürgen Maier den Kürzeren. Der Ölsbacher Jugendleiter gestaltete den Kampf zwar bis zum Schluss offen, gab aber in den letzten Sekunden noch die Wertung ab, welche dem Nürnberger die Technische Überlgenheit und damit den Mannschaftssieg einbrachte (0:5, 2:0, 1:0, 1:4 u. 0:6).

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