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Schwache Rehauer von der Matte gefegt
Wenig Leistung verlangte am Samstag der Aufsteiger zur Ringer-Bayernliga, der RSC Rehau, dem ungeschlagenen Tabellenführer SC Oberölsbach ab. Nur wenige Rehauer wollten sich offen dem Kampf stellen, stattdessen reichte das RSC-Repertoire von Kopfstößen bis hin zur offenen Mattenflucht. |
Die Kastner-Truppe des RSC verließ denn auch fluchtartig die Ölsbacher Halle, nachdem sie sich mit 31:9 schon regelrecht von der Matte jagen lassen musste. Da passte es auch nur zu gut ins Bild, dass sich die Oberfranken mit ihren Pöbeleien neben der Matte wieder einmal als beispiellos schlechte Verlierer präsentierten.
Der SCO indes führt mit 22:0 Punkten weiterhin unangefochten die Tabelle der Bayernliga an und kann von seinen Verfolgern Freising und Trostberg kaum mehr eingeholt werden.
55 kg, GR: Kurzen Prozess mit dem Rehauer Janik Rausch machte Ölsbachs Nikolay Dobrev. Nachdem er gleich zu Beginn überraschend eine Wertung an den Gast abgab, drehte Dobrev den Spieß um und beförderte den RSC´ler noch vor Ablauf einer Minute per Kopfzug auf´s Kreuz.
120 kg, Freistil: Den wohl ausgeglichensten Fight sahen die zahlreichen Ringsportbegeisterten zwischen Ölsbachs Tobias Nendel und dem bundesligaerfahrenen Steven Schmidt. Nach einer guten ersten Runde (4:1) für den Ölsbacher Hünen verschaffte sich der Rehauer Freistilprofi in den Runden zwei und drei einen respektablen Vorsprung (0:3 und 0:4). Den längeren Atem behielt aber Ölsbachs Nendel, der sich mit einer taktisch guten Leistung noch die letzten beiden Durchgänge sichern und nach zehn Minuten Kampfzeit einen 3:2 Punktsieg feiern konnte.
60 kg, Freistil: Mehr Opfer denn Gegner war Rehaus Patrick Schulze für den SCO-Freistilspezi Alexander Fröhlich. Mit seinen blitzschnellen Beinangriffen punktete der SCO-Mann nach Belieben, musste seinen Gegner zur Unterhaltung des Publikums teilweise am Verlassen der Kampfzone hindern und siegte schließlich mit 19 Punkten Vorsprung technisch überlegen.
96 kg, GR: Eine klasse Leistung in einem der spannendsten Einzelkämpfe legte Matthias Geitner gegen den tschechischen Polizisten Patrik Karban an den Tag. Zwar reichte es nicht ganz gegen den Rehauer Siegringer, doch forderte der Ölsbacher Routinier seinem Kontrahenten einiges ab und konnte sogar einen Rundengewinn für den SCO verbuchen (0:2, 3:0, 0:1 u. 0:1).
66 kg A, Freistil: Technische Raffinessen vom Allerfeinsten präsentierte SCO-As Hüseyin Biyikoglu gegen einen sichtlich deprimierten Dimitri Fichter. Mit 7:0, 2:0 und 7:0 ließ der Ölsbacher Freistilspezialist keine Fragen offen und stellte erneut seine Überlegenheit unter Beweis.
84 kg B, Freistil: Nachdem er eine hervorragende erste Runde hingelegt hatte (3:1) ließ sich Matthias Stich im zweiten Durchgang von seinem Kontrahenten Christian Spörl im Bodenkampf überraschend kontern und auf die Schultern legen.
66 kg B, Freistil: Gegen Rehaus Jonas Baumgärtel trumpfte abermals Martin Kölbl gewaltig auf. Routiniert punktete er den Rehauer vor allem im Boden aus und gewann drei Durchgänge sicher (3:1, 6:0 u. 3:0).
84 kg A, GR: Mit Spannung erwartet wurde die Begegnung zwischen Ölsbachs Co-Trainer Sebastian Krieger und dem Rehauer Team-Chef Marcel Kastner. Leider enttäuschte der Kapitän der Gästemannschaft aber vor allem mit mehr Angst als Vaterlandsliebe und sorgte dafür, dass dem Ölsbacher Spitzenmann nicht einmal richtig warm wurde. Mit 8:0, 7:1 und 6:0 zerlegte Krieger den Rehauer Modellathleten förmlich.
74 kg A, GR: Ölsbachs Lokalmatador Jürgen Fürst hatte es erneut mit dem Spanier Raul Seoane Ruiz zu tun und konnte sich verdient für seine Vorrundenniederlage revanchieren. Unschön dabei die absichtliche Attacke des spanischen Ex-Nürnbergers gegen Fürsts Kopf, die eher in eine Stierkampfarena denn auf eine Ringermatte gehörte. Der Meilenhofener siegte trotz Verletzung knapp aber ungefährdet mit 2:1, 1:0 und 1:0.
74 kg B, Freistil: Die Ölsbacher Überlegenheit unterstrich im letzten Fight noch einmal sehr deutlich Ölsbachs Kevin Hermann. Mit gewaltigen Beinangriffen kam er gegen den RSC´ler Florian Blüml mehrfach durch und fegte diesenin kürzester Zeit regelrecht von der Matte (7:0, 6:0 u. 6:0).
Der Bezirksligakampf zwischen der Ölsbacher Reserve und dem SC 04 Nürnberg II konnte leider nicht stattfinden, da Nürnberg wegen Personalmangel kurzfristig absagen musste. Die Begegnung wird 32:0 für den SCO gewertet.
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