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SCO siegt im Derby und ist Herbstmeister
Der SC Oberölsbach sicherte sich am Samstag im Landkreisderby die „Herbstmeisterschaft" der Ringer-Bayernliga und hat damit weiterhin Ambitionen für den Aufstieg in die Oberliga. Auch die Schülerstaffel blieb ungeschlagen spitze. |
Klarer hätte sich der SCO dabei für die Vorjahrespleite nicht revanchieren können. Besonders dramatisch dabei, wie ASV-Spitzenringer, wie Schwergewichtler Sprockhoff oder der bulgarische Siegringer Dobrev vor vollbesetztem Ölsbacher Haus „entzaubert" wurden. Den teils fassungslosen Neumarktern blieb nichts weiter übrig, als letztendlich die 32:8-Retourkutsche zu akzeptieren.
55 kg, Freistil: Wie bereits über die gesamte Vorrunde hinweg, konnte der ASV Neumarkt auch dieses Mal das Fliegengewicht nicht besetzen und ließ Ölsbachs Sieggaranten Nikolay Dobrev leer laufen.
120 kg, GR: Für den größten Knaller des Abends sorgte im Schwergewichtskampf Ölsbachs Tobias Nendel. Gegen den starken Neumarkter, Günther Sprockhoff, konnte sich Nendel in der ersten Runde nur mit einem 1:0 behaupten. Den zweiten Durchgang beendete der Ölsbacher Hüne dann allerdings grandios. Mit einem Bilderbuchüberwurf beförderte er den ASV´Mann direkt auf die Schultern. Neben der höchstmöglichen Wertung für diese Aktion gab´s vier Punkte für´s Mannschaftskonto.
60 kg, GR: Mit Respekt begegnete zunächst Alexander Fröhlich seinem Neumarkter Kontrahenten Manuel Schmid. Nach einer ersten, 5:0 gewonnenen Runde drehte der SCO´ler aber weiter auf und beförderte den körperlich unterlegenen Neumarkter im zweiten Anlauf schließlich per Nackenhebel auf´s Kreuz.
96 kg, Freistsil: Richtig gut startete auch Ölsbachs Talent Patrik Fanderl gegen den Neumarkter Christian Grasruck durch. Mit zahlreichen Beinaushebern sicherte sich der Unterölsbacher zunächst die erste Runde klar mit 6:1 Punkten. In den weiteren Durchgängen gelang es dem Neumarkter zwar, sich den Beinangriffen verstärkt zu entziehen, doch konnte er seine weitere Punktniederlage (1:0 u. 2:0) gegen Fanderl letztlich nicht verhindern.
66 kg A, Freistil: Nicht wieder zu erkennen präsentierte sich Ölsbachs Martin Kölbl, Der Berger Ringer, der beim SCO in die Fußstapfen seines Vaters tritt, beherrschte den Jurastädter Sascha Klein nach Belieben. Mit 4:3, 4:0 und 7:0 Punkten sicherte sich Kölbl nach zahlreichen Beinattacken verdient den Technischen Überlegenheitssieg.
Unter lautstarkem Jubel hunderter Ringsportbegeisterter gingen die SCO-Ringer hierauf mit 19:0 Punkten in die Halbzeitpause.
84 kg B, GR: Mit einem Paukenschlag setzte dann Ölsbachs Co-Trainer, Sebastian Krieger, die Siegserie fort. Mit einem klasse Schleudergriff nahm er Neumarkts Alexander Reimann bereits die erste Dreier-Wertung ab. Noch im ersten Durchgang legte er mit einem Konter aus dem Standkampf nach und beförderte den sonst sehr starken Neumarkter ungewöhlich schnell auf´s Blatt.
66 kg B, GR: Die einzige Schulterniederlage auf Ölsbacher Seite musste an diesem Abend Michael Sittel erleben. Gegen den technisch versierte Alexander Seitz hatte er keine Chance und musste sich in Runde eines mit 0:7 abfertigen lassen. In Runde zwei gelang dem Neumarkter Ausnahmeringer dann sogar der Schultersieg. Letztlich erhielt die vier Punkte jedoch dennoch Ölsbachs Michael Sittel, da Seitz mit mehr als dreizehn Pfund Übergewicht antrat.
84 kg A, Freistsil: Einen klasse Auftritt legte auch wieder Ölsbachs Routinier Sebastian Clausnitzer auf´s Parkett. In der ersten Runde deklassierte er Neumarkts Tobias Schmid mit 8:0 Punkten regelrecht, musste sich im zweiten Durchgang aber den 4:4-Ausgleich des engagiert kämpfenden ASV´lers gefallen lassen. In den Runden drei und vier konnte sich Clausnitzer bereits nach Punkten durchsetzen, als ihm ein Kopfhüftschwung gegen den Neumarkter gelang. Über eine Minute konnte sich daraufhin Schmid in der Brücke halten und verlor somit „nur" technisch unterlegen.
74 kg, Freistil: Die undankbare Aufgabe, den gesperrten Kevin Hermann zu ersetzen hatte Ölsbachs Jürgen Maier. In der fremden Stilart sah er gegen den Neumarkter Ausnahmeringer Michael Schmid auch kein Land. Schmid punktete nahezu nach Belieben und siegte schließlich in drei Runden mit Technischer Überlegenheit (0:4, 0:6 und 0:6).
74 kg A, GR: In der letzten Begegnung, es stand bereits 31:5 für den SCO, standen sich mit dem Lokalmatadoren und dem bulgarischen Spitzenringer Ivan Dobrev zwei fast ebenbürtige Ringer gegenüber. In einem nervenaufreibenden Kampf gelang dem Neumarkter noch der Gewinn der ersten Runde mit 0:1 Punkten. Mit einer starken Leistung und unglaublichem Kampfgeist setzte sich in der folgenden zweiten Runde aber Jürgen Fürst mit 2:0 Punkten gegen den starken Bulgaren durch. Die Stimmung im „Ölsbacher Hexenkessel" war am Siedepunkt. Im dritten und vierten Durchgang war der Neumarkter dann aber wieder auf Nr. sicher gegangen und punktete vor allem in der Bodenlage mit 0:3 und 0:3.
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