Trostberg deklassiert
fanderl_traunstein SCO siegt auch im Spitzenkampf

Klarer hätte das Spitzenduell in der Ringer-Bayernliga nicht entschieden werden können. Vor abermals vollem Haus deklassierten die weiterhin ungeschlagenen Oberölsbacher Ringer den Tabellenzweiten TSV Trostberg mit 30:9 Punkten und setzen sich damit noch stärker vom Verfolger-Duo Trostberg und Freising ab.
 

Für Turbulenzen sorgten in den letzten Bantam- und Mittelgewichtskämpfen die Trostberger Ringer samt ihrem Trainer Schrader, nachdem sie sich mit einigen Entscheidungen des Auer Kampfrichters Leitenberger nicht anfreunden konnten.

Besonders brisant für die Alzstädter, dass ihr Sieggarant Rainer Morasch, der in der laufenden Saison noch keinen Kampf verloren hatte, mit der roten Karte bestraft wurde und damit für das oberbayerische Derby zwischen Traunstein und Trostberg am kommenden Kampftag nicht zur Verfügung stehen wird.

Aber auch die Ölsbacher Schülerstaffel setzte ihre Erfolgsserie fort. Mit einem weiteren 35:4 Kantersieg gegen einen chancenlosen TSV Cadolzburg behauptetetn auch die SCO-Youngsters ihre Tabellenführung in der Jugendbezirksliga Mittelfranken.


55 kg, GR: Der Stilartwechsel machte Nikolay Dobrev gegen Trostbergs starken Michael Nachreiner deutlich zu schaffen. Nichtsdestotrotz punktete der SCO-Mann vor allem in der Bodenlage und sicherte sich in vier Runden mit 13:4 Gesamtpunkten einen 3:1 Punktsieg.

120 kg, Freistsil: Wie ein Spielball wirkte Trostbergs Mehmet Bayir in den Händen von Ölsbachs Tobias Nendel. Der Ölsbacher Hüne benötigte nur 23 Sekunden um den TSV´ler per Kopfzug auf´s Kreuz zu wuchten.

60 kg, Freistil: Eine klasse Leistung präsentierte einmal mehr Alexander Fröhlich. Der Ölsbacher Freistilexperte beherrschte seinen Gegner Mahsun Ersayin bereits im ersten Durchgang klar (4:0) und setzte in der zweiten Runde noch den Schultersieg per Nackenhebel oben auf.

96 kg, Freistil: Einen 3:0 Arbeitssieg erackerte sich SCO-Routinier Matthias Geitner gegen den Trostberger Christian Philipp. Im Standkampf schien der Oberbayer ebenbürtig und blockte die Griffversuche Geitners geschickt. Im Bodenkampf jedoch zeigte sich Geitner klar überlegen und siegte schließlich mit 1:0, 6:0 und 1:0 Punkten.

66 kg A, GR: Mit einem weiteren Erfolg konnte auch Martin Kölbl auftrumpfen. Nachdem er Trostbergs Sinan Kurz in der ersten Runde bereits mit 1:0 nieder halten konnte, gelang dem Berger SCO-Talent in der Zweiten Runde der große Coup. Mit einem Überraschungskopfzug wuchtete er seinen Kontrahenten nach 1.07 Minuten auf die Schultern.

84 kg B, Freistil: Mit Johannes Batt stand Ölsbachs Sebastian Clausnitzer einer der stärksten Ringer im Trostberger Team gegenüber. Und obwohl der TSV-Mann dem Ölsbacher Freistilspezialisten doch einen Tick überlegen war, ließ ersterer sich immer wieder zu unfairen Kopfstoßaktionen hinreißen. In einem sehr hitzigen Gefecht siegte der Oberbayer schließlich mit 0:4, 4:7 und 0:6.

66 kg B, GR: Unglücklich verlief der Leichtgewichtskampf für den jungen SCO-Mann Daniel Sittel. Nachdem er die erste Runde nur knapp mit 1:2 Punkten an Jakob Rottenaicher abgeben musste und durchaus noch Chancen für ihn bestanden, musste er in Runde zwei verletzt den Kampf abbrechen.

84 kg A, GR: Eher einem Opfer als einem Gegner glich TSV´ler Georg Batt neben Ölsbacs Co-Trainer Sebastian Krieger. Per Überstürzer aus der Kopfklammer heraus beendete der SCO-Klassiker den ungleichen Fight nach nur 17 Sekunden.

74 kg A, GR: Keinen Gegner konnten die Gäste dem Ölsbacher Urgestein Jürgen Fürst stellen. Er sackte die vier Punkte diesmal kampflos ein.

74 kg B, Freistil: Den emotionalsten Fight lieferten sich sich Ölsbachs Kevin Hermann und der Trostberger Ausnahmeringer Rainer Morasch. Dem bislang unbesiegten Oberbayern passte wohl die frühe Führung des Ölsbachers nicht, als er sich zu einer Tätlichkeit gegen diesen hinreissen ließ. Die unnötige Aktion wurde prompt mit der roten Karte durch den Mattenleiter, Andreas Leitenberger vom ASV Au Hallertau, quittiert, was zu erheblichen Protesten im Trostberger Lager führte.

Am Samstag geht es für den SCO zum Rückkampf gegen den letztjährigen Bundesligisten ASV Hof. Die Oberfranken sind nach einer überraschenden Niederlage gegen Aichach nun auf den vierten Tabellenrang abgerutscht, werden aber zuhause mit Sicherheit alles unternehmen, um dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. Abfahrt des SCo-Ringerexpress ist um 15.30 Uhr.

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