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Ringen - Ringen - SCO vs Mietraching am 07.10.2017

Ringen - SCO vs Mietraching am 07.10.2017

Sonntag, 08.10.2017 um 17:35 Geschrieben von Michael Merz

Erneut lieferten die Ringer des SC Oberölsbach einen echten „Mattenkrimi“. Obwohl man sich bei der Auswärtsfahrt nach Mietraching, durch einige Ausfälle verletzungs- und krankheitsbedingt, wenig Chancen beim letztjährigen „Oberligaabsteiger“ ausgerechnet hatte, blieb es beim Kampf am Fusse des bayrischen Waldes bis zum letzten Kampf extrem spannend. Leider kamen zum fehlenden Glück auch noch einige sehr unglückliche Entscheidungen des Untergriesbacher Kampfrichters Neudorfer erschwerend dazu. Der SCO rutscht dadurch wieder auf den siebten Tabellenplatz ab.

57 kg FR: Nikolay Dobrev stand dem fast 20 Jahre jüngeren Arthur Grinwald gegenüber. Der junge Deggendorfer begann sehr forsch und aggressiv, wovon sich Dobrev aber nicht aus dem Konzept bringen ließ und nach einem Beinsteller bereits nach 27 Sekunden als Schultersieger feststand (0:4).

130 kg GR: Kevin Mejia bekam es dieses Mal mit den 105 kg schweren Markus Lederer zu tun. Der Mittelamerikaner fackelte ebenfalls nicht lange und konnte seinen Gegner mit drei „Durchdrehern" sowie „Überstürzern" bereits nach 21 Sekunden mit 18:0 technisch überlegen von der Matte schicken (0:8).

61 kg GR: Christian Gregor bekam es hier mit dem Afghanen Abozar Aref zu tun. Der „Mann vom Hindukusch“ begann sehr stürmisch und führte bereits nach 2 Minuten 10:0. Gregor ließ sich aber nie aus der Ruhe bringen und konnte zum Pausengong auf 10:6 verkürzen. In der zweiten Runde merkte man deutlich die konditionellen Probleme des Mietrachingers und Gregor konnte ihm immer mehr seinen Ringstil aufdrücken. Beim Stand von 10:12 in der sechsten Kampfminute und nach mehreren Verwarnungen des Kampfrichters wegen „Mattenflucht“ und „Beinarbeit“ wurde Gregor dann zum Disqualifikationssieger ernannt (0:12).

98 kg FR: Pascal Hampel sprang erneut für den verletzten Patrik Fanderl ein und hinterließ bei seinem zweiten Auftritt in der SCO-Staffel  wieder einen sehr starken Eindruck. An diesem Abend stand ihm Matthias Scholler als fast ebenbürtiger Gegner gegenüber. Die beiden schenkten sich nichts, doch Hampel konnte seine Beinangriffe einfach besser durchbringen und hatte in der dritten Minute den „Bayerwäldler“ am Rande einer Schulterniederlage. Nach sechs Minuten gewann Hampel mit 10:4 technischen Punkten und steuerte somit zwei weitere Punkte fürs Mannschaftskonto bei (0:14).

66 kg FR: Martin Kölbl hatte den letzten Kampf vor der Pause gegen Simon Scholler zu bestreiten. Auch dieser Kampf fand absolut auf Augenhöhe statt und der Ölsbacher ließ wenig zu. Mach der vollen Kampfdistanz von sechs Minuten siegte der Mietrachinger mit 9:4 technischen Punkten und Kölbl ließ somit nur einen ZWEIER zu Gunsten der Niederbayern zu (Pausenstand: 2:14).

86 kg GR: Serdar Byiokoglu begann gegen Maximilian Brims wie immer sehr verhalten und taktisch klug. Nach zwei Minuten beim Stand von 0:0 in einem zunehmend hitzigen Gefecht gab es einen Pfiff und Biyikoglu  dachte wohl es gebe eine Kamfpunterbrechung. Da der Pfiff aber nicht vom Kampfrichter sondern irgendwo aus dem Mietrachinger Publikum kam, war dem eben nicht so. Brims nutzte diese Verwirrung und schubste den Ölsbacher rückwärts aus der Zone. Hierfür   bekam der Gastgeber  auch noch fünf Punkte zugesprochen. Damit nahm der unglückliche Verlauf seinen Beginn und durch eine weitere Vierer-Wertung seitens des Kampfrichters kam Biyikoglu komplett aus dem Konzept. Nach sechs Minuten verließ er als unverdienter 0:13 Verlierer die Matte (5:14).

71 kg GR: Daniel Sittel stellte sich, obwohl ebenfalls grippegeschwächt, ganz in den Dienst der Mannschaft. Gegen den sehr erfahrenen „Mattenfuchs“, Mario Anzenberger, der vor einigen Jahren bereits „Bundesligaluft“ beim SV Johannis Nürnberg schnupperte, kam er aber bereits in der zweiten Kampfminute unter die Räder und musste einen technischen Überlegenheitssieg des völlig euphorisierten Anzenberger´s anerkennen (9:14). 

80 kg FR: Robin Himmler trat diesmal durch den krankheitsbedingten Ausfall von Thomas Kleesattel eine Gewichtsklasse höher an. Hier bekam er es mit Markus Ertl zu tun, ebenfalls ein Mietrachinger Urgestein. Himmler hielt gut und lange dagegen, musste aber in der fünften Kampfminute die technische und körperliche Überlegenheit anerkennen und als technisch unterlegener die Matte verlassen (13:14).

75 kg FR: Bernhard Rieger stellte sich ebenfalls in den Dienst des Teams, um eine „volle Mannschaft“ auf die Matte zu bekommen. Total stilartfremd bekam er es mit den ungarischen Kaderringer Norbert Lukacs zu tun. Der um 25 Jahre jüngere Freistil-Spezialist konnte in der Bodenlage seine Spezialtechnik „Beinschraube“ bei Rieger ansetzen und drehte ihn bis zum technischen Überlegenheitssieg auf der Matte (17:14). 

75 kg GR: Alexander Horst ging im letzten Kampf des Abends gegen Patrick Feilmeier auf die Matte. Die beiden absolut gleichschweren Kontrahenten lieferten sich einen Kampf, der an Anspannung fast nicht zu überbieten war. Horst zeigte extrem starke  Nerven und marschierte viereinhalb Minuten nur nach vorne,  immer im Gedanken daran, wenn er einen Vierer schafft,  hätte der SCO den  Gesamtsieg in der Tasche. Andernfalls wollte er mindestens drei Punkte für das Mannschaftskonto holen um das mehr als verdiente „Unentschieden“ mit nach Hause zu bringen. Dies wäre ihm auch beinahe gelungen, hätte sich der Kampfrichter im alles entscheidenden Kampf nicht von der mittlerweile sehr angeheizten Stimmung in der kleinen Mietrachinger Sporthalle anstecken lassen und drei sehr unglückliche Entscheidungen gegen den Ölsbacher getroffen. Am Ende verließ Horst  nach wirklich sehr hart geführten sechs Kampfminuten als 12:6 Sieger die Matte, was dem Ölsbacher Team aber „nur“ zwei weitere Punkte einbrachte und damit auch die 16:17 Niederlage besiegelte. Somit konnten auch keine Punkte von der Donau mit an die Schwarzach genommen  werden.