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PowerFit - Bronze und ein WM Ticket für den SC Oberölsbach

Bronze und ein WM Ticket für den SC Oberölsbach

Dienstag, 02.07.2019 um 00:00 Geschrieben von Rosina Polster

Als Vorrundensieger durfte der SC Oberölsbach das Finale der besten sechs Mannschaften der diesjährigen Bundesligasaison im Kraftdreikampf ausrichten. In der Gluthitze der eigenen Halle am Barstenweg standen sich das Sanssouci Gym Potsdam, der Seriensieger SV Motor Barth, der amtierende deutsche Mannschaftsmeister KSV Mainz 08, der SaV Erfurt, AC Siegfried Darmstadt und der Gastgeber gegenüber.

Stärkster Athlet in den Diensten der Oberpfälzer war wieder einmal Tobias Zinserling. Das Superschwergewicht hebt seit Anbeginn der Bundesligazugehörigkeit (2014) für den SCO. Die heißen Wochen gingen an ihm nicht spurlos vorüber und so verlor er gute sieben Kilo Körpergewicht, das so auf 150 kg schrumpfte. In der Kniebeuge brachte er drei gute Versuche über 362,5, 375 und 385 Kilogramm in die Wertung. Im Bankdrücken gelang ihm dann leider nur der Einstiegsversuch über 260 Kilogramm, die Steigerung auf 270 Kilogramm war dann zweimal zu schwer. Im Kreuzheben gab es dann noch stabile 360 Kilogramm, die zu einem Total von 1005 Kilogramm führten und 555 Relativpunkte für die Mannschaft ergaben.

Sehr leicht war auch Anja Schreiner. Mit nur knapp über 45 kg Körpergewicht wurde sie eingewogen. Trotzdem konnte sie in der Kniebeuge 145 und 155 Kilogramm bewältigen. Nur die letzte Steigerung auf 162,5 Kilogramm war an diesem Tag zu viel. Auf der Bank gingen ebenfalls die ersten beiden Versuche in die Wertung. 85 und 90 Kilogramm drückte sie gültig zur Hochstrecke. Im dritten Durchgang drückte sie noch 95 Kilogramm. Diese wurden aber wegen einer kleinen Abwärtsbewegung mit ungültig bewertet. Im abschließenden Kreuzheben bewegte sie noch 120 und 130 Kilogramm in die Höhe. Mit 375 Kilogramm im Total erreichte sie starke 515 Relativpunkte.

Dritter im Bunde war Silas Krejci. Der Junior des SC Oberölsbach musste einiges an Kilo bewegen, um in die Mannschaftswertung zu kommen und zusätzlich noch sein WM Ticket zu lösen. Mit nicht einmal 81 kg Körpergewicht musste er die Juniorennationalkadernorm der Gewichtsklasse bis 83 kg bewältigen. In der Kniebeuge stieg er gleich mit seinem persönlichen Bestwert von 280 kg ein, die er auch gültig in die Wertung brachte. Die geforderten 295 kg im zweiten Durchgang waren ungültig, weil er im letzten Drittel das Gleichgewicht verlor. Im dritten Durchgang beugte er den Eisenberg dann sehr kontrolliert nach oben und brachte die Last somit in die Wertung. Auf der Bank ging der erste Versuch mit 160 kg nicht in die Wertung. In der Wiederholung passte dann aber alles. Im Durchgang drei drückte er sogar noch 167,5 kg gültig in die Wertung. Der Grundstein war nun gelegt und die benötigten 242,5 kg im Kreuzheben sollten nur noch eine Formalität darstellen, um die WM-Norm von 705 kg im Total zu erreichen. Es kam aber alles anders. Im ersten Versuch mit 230 kg fabrizierte er einen so eklatanten Fehler, dass das Kampfgericht die roten Knöpfe drücken musste. Im zweiten Versuch wurde trotzdem auf 242,5 kg gesteigert, um sich alle Chancen offen zu halten, doch hier entglitt ihm die Hantel aus den Händen. So hieß es im dritten und letzten Durchgang „Alles oder Nichts“. Nochmal ging er an die geforderten 242,5 kg und diesmal zog er sie mit Bravour nach oben und besiegelte somit das Total von 705 kg und löste das WM Ticket für die Junioren Weltmeisterschaften im Kraftdreikampf im kanadischen Regina. Zusätzlich konnte er noch 478 Relativpunkte für die Mannschaft sammeln.

Mannschaftsführer Marc Polster sicherte die Mannschaft mit vier gültigen Versuchen ab. 235 kg gingen in der Kniebeuge in die Wertung, 130 kg im Bankdrücken und 230 im Kreuzheben. Mit einem Körpergewicht von unter 66 kg bedeutete das 468 Relativpunkte.

Mit 1549 Relativpunkten belegten die Hausherren und Damen den dritten Platz hinter dem SaV Erfurt und dem Vorjahressieger KSV Mainz 08. Auf Platz vier kam der SV Motor Barth, danach folgten das Sanssouci GYM Potsdam und der AC Siegfried Darmstadt.

Eine lange Saison geht damit mit Bronze zu Ende. Im nächsten Jahr will der SCO abermals mit drei Mannschaften an den Start gehen, dann in der Bayernliga, Bayernoberliga und natürlich auch wieder der 1. Bundesliga im Kraftdreikampf.