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PowerFit - Edelmetall für alle SCOler auf der deutschen Meisterschaft

Edelmetall für alle SCOler auf der deutschen Meisterschaft

Sonntag, 18.02.2018 um 21:22 Geschrieben von Rosina Polster

Im brandenburgischen Lauchhammer fanden wieder einmal die deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf statt. Der SC Oberölsbach war natürlich auch wieder zahlreich vertreten auf diesen Titelkämpfen, die sich mit über 150 Athletinnen und Athleten über drei Tage erstreckte.

Den Anfang machte Sofia Walter. Für sie waren es die ersten deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf. In der Klasse bis 72 Kilogramm der Juniorinnen hatte sie es unteranderem mit der aktuellen Nationalkaderathletin Marie Hauschild aus Thüringen zu tun. Gleich in der Kniebeuge setzte es drei saubere Versuche und mit 155, 165 und 170 einen neuen bayerischen Rekord in dieser Disziplin. Hier waren dann für Marie schon alle Messen gelesen, denn sie bekam keinen Versuch in die Wertung und schied aus. Auf der Bank wollte nach gültigen 77,5 Kilogramm die Steigerung um fünf Kilo nicht gelingen. In der dritten Runde drückte sie dann aber die Steigerung auf 85 Kilogramm gültig zur Hochstrecke und setzte damit ebenfalls einen neuen Bestwert. Im Kreuzheben wuchs sie dann über sich hinaus und verbuchte noch einmal drei gültige Versuche über 125, 140 und glatten drei Zentnern. Damit kam sie auf 405 Kilogramm im Total, was natürlich auch einen neuen Bestwert und bayerischen Totalrekord bedeutete und ihr den Titel 2018 vor den weiteren Athleten aus Bayern und Baden-Württemberg einbrachte.

Michael Scholz vertrat die Jugend des SCO’s. Im Limit bis 83 Kilogramm der männlichen Jugend sollte es bis zum letzten Versuch spannend bleiben. In der Kniebeuge stieg Michael mit sicheren 210 Kilogramm ein. Die Steigerung auf 225 Kilogramm wurde im zweiten Durchgang leider ungültig bewertet, sodass das Gewicht dann in der dritten Runde wiederholt und dann auch zur Zufriedenheit der Kampfrichter bewältigt wurde. Auf der Bank musste Michael dann Schadensbegrenzung betreiben. Er ging mit gültigen zwei Zentnern aus dem Wettkampf. Sein ärgster Konkurrent  aus Klötze(Sachsen Anhalt) machte mit gedrückten 165 Kilogramm hier mächtig Boden gut. Nun kam es auf jeden Versuch im Kreuzheben an. Der Klötzer Athlet zog alle seine drei Versuch gültig zur Hochstrecke und legte mit 212,5 Kilogramm vor. Somit musste Michael sich über 200 und 210 Kilogramm in der dritten Runde auf 222,5 Kilogramm steigern um seinen Rückstand wieder wett zu machen. Mit Bravur zog er alle drei Versuche zur Hochstrecke, ließ noch eine Menge Luft nach oben und trug mit dem gleichen Total von 547,5 Kilogramm wie sein Gegner aus Klötze aber auf Grund des leichteren Körpergewichts den Titel in die Oberpfalz. Dabei wurde er mit einem bayerischen Rekord im Kreuzheben belohnt.

Bei den Junioren traten Kevin Litwitz im Limit bis 74 Kilogramm und Maximilian Braun in der Klasse bis 93 Kilogramm an. Kevin beugte gute 215 und 230 Kilogramm in die Wertung. Die letzte Steigerung auf 245 Kilogramm war dann aber zu viel des Guten für diesen Tag. Auf der Bank war dann der Wurm drin. Nach gültigen 145 Kilogramm wollte die Steigerung um fünf Kilogramm einfach nicht mehr gelingen. Im Kreuzheben gab es dann aber wieder drei saubere Versuche über 177,5, 190 und glatten 200 Kilogramm mit 575 Kilogramm. Im Total distanzierte er seine Gegner um über 35 Kilogramm und fuhr den nächsten Titel für die Schwarzachtaler ein.

Maximilian Braun ließ den Puls der Trainer dann stark ansteigen. In der ersten Kniebeuge verlor er das Gleichgewicht und musste die 275 Kilogramm nach hinten abwerfen. Unbeirrt ging es in die zweite Runde und nun bewältigte er die geforderten 275 Kilogramm zur Zufriedenheit der Kampfrichter. Die letzte Steigerung um nochmals 10 Kilogramm war dann aber zu viel für diesen Tag. Im Bankdrücken benötigte er dann zwei Anläufe für seine Startlast von 180 Kilogramm. In der dritten Runde drückte er dann aber noch 190 Kilogramm blitzsauber zur Hochstrecke und setzte damit einen neuen persönlichen Bestwert. Im Kreuzheben schwanden dann die Kräfte nach einem langen Wettkampf der bis nach 22 Uhr ging. 225 und 245 gingen noch gültig in die Wertung. Die geforderten 257,5 Kilogramm waren dann aber doch zu schwer. Mit 710 Kilogramm im Total konnte er sich über die Silbermedaille und damit dem Vizetitel freuen.

Am letzten Tag trat dann Christoph Seefeld im Schwergewicht der Männer an. Die Kniebeuge begann mit ungültigen 330 Kilogramm. Trotzdem wurde um 15 Kilogramm gesteigert und dieses Mal war der Versuch gültig. Und auch die dritte Runde mit 355 Kilogramm ging zur Zufriedenheit der Kampfrichter in die Wertung. Auf der Bank bewältigte er gewaltige 270 und 285 Kilogramm. Nur die letzte Steigerung auf 290 Kilogramm war an diesem Tag zu schwer. Im Kreuzheben gab es dann drei starke Versuche über 270, 300 und 310 Kilogramm. Mit 950 Kilogramm im Total gewann er nicht nur seine Gewichtsklasse und setzte sich gegen A-Kader-Athlet Martin Lange durch, sondern erfüllte auch noch die A-Nationalkadernorm des Bundesverbandes und empfahl sich so für internationale Aufgaben auch im neuen Jahr. Mit den Bestwerten aus der Kniebeuge, dem Bankdrücken und im Total sicherte er sich auch noch neue bayerische Rekorde.

In der Mannschaftswertung der Jugend und Junioren gewann der starke bayerische Nachwuchs aus der Oberpfalz die Silbermedaille und musste sich knapp dem SAV Erfurt geschlagen geben.